bud-bayern-ev.de

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B.U.D. bietet Betroffenen rechtsextrem und rassistisch motivierter Gewalt oder Bedrohung Beratung und Unterstützung. B.U.D. berät Sie als direkt betroffene Person, als Angehörige*n oder Freund*in sowie als Zeugin oder Zeuge vor Ort, kostenfrei und auf freiwilliger Basis. Die Beratung ist vertraulich, auf Wunsch anonym, unabhängig, freiwillig, mehrsprachig und parteilich im Sinne des Opfers, ergreift also Partei für Sie. Beratungsangebot Wir beraten und unterstützen Sie oder Menschen in Ihrem Umfeld, die von Rechtsextremist*innen oder Rassist*innen beleidigt, bedroht oder angegriffen werden, oder Zeug*in eines Angriffs waren. zu Ihrem Recht Wir informieren über rechtliche Möglichkeiten (Anzeige, Nebenklage, Opferschutz etc.) und den Ablauf eines Strafverfahrens wir begleiten Sie zur Polizei und vor Gericht Wir helfen Ihnen, einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin zu finden Wir unterstützen Sie bei Anträgen auf Entschädigung oder Schmerzensgeld. zu Ihrer Gesundheit Wenn Sie verletzt sind, helfen wir Ihnen einen Arzt oder eine Ärztin zu finden Sie können mit uns über Ihre emotionale Situation und Ihre Ängste sprechen Wenn Sie psychotherapeutische Hilfe benötigen, können wir diese vermitteln. zu Ihrem gesellschaftlichen Umfeld Wenn Sie wollen, dass die Gefahr rechter und rassistischer Bedrohung und Gewalt in ihrem Umfeld wahrgenommen oder öffentlich diskutiert wird, können wir Sie mit Initiativen, Organisationen und den Medien in Kontakt bringen. Unsere Beratung erfolgt Vor Ort Wir beraten Sie innerhalb Bayerns an dem Ort, den Sie bestimmen. Kostenlos Ihnen entstehen keine Kosten oder Verpflichtungen. Mehrsprachig Bei Verständigungsproblemen organisieren wir einen Dolmetscher oder eine Dolmetscherin. Freiwillig Sie entscheiden, ob Sie beraten werden und welche Schritte Sie gehen wollen. Wir unterstützen Sie dabei. Vertraulich Alles, was Sie mit uns besprechen, wird vertraulich behandelt. Ohne Ihre Zustimmung geben wir keine Informationen weiter. Unabhängig Unser Beratungsangebot ist unabhängig von Behörden. Parteilich Wir orientieren uns an Ihren Bedürfnissen. Wir setzten uns für Ihre Interessen ein. Die Beratung kann einmalig oder eine längere Begleitung sein. Bei Bedarf und in Absprache mit Ihnen arbeiten wir mit anderen Fach- und Beratungsstellen zusammen. B.U.D. orientiert sich an Ihren Bedürfnissen. SIE entscheiden, wie B.U.D. Sie unterstützt. Grundlage für die Arbeit sind die gemeinsam formulierten Qualitätsstandards des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG). Wie es Ihnen nach einem Angriff gehen kann Ein Angriff oder eine konkrete Bedrohung durch rechtsextremistische oder rassistische Gewalt ist eine außergewöhnliche, verstörende Situation für Betroffene. Es kann sein, dass man ständig an den Vorfall denken muss, Angst hat die Wohnung zu verlassen oder bestimmte Orte und Situationen meidet, die mit dem Erlebten zu tun haben. Vielleicht ist man ständig nervös und in sich gekehrt - will nicht mit anderen Menschen sprechen oder macht sich selbst Vorwürfe Dies alles sind normale Reaktionen auf einen gewalttätigen Vorfall oder eine Bedrohung. Scheuen Sie sich nicht Hilfe und Unterstützung zu suchen, um mit einer solchen Situation zurecht zu kommen: Sprechen Sie Verwandte oder Freund*innen an Wenden Sie sich an einen Arzt oder eine Ärztin Nehmen Sie bei Bedarf professionelle Hilfe von einer Beratungsstelle in Anspruch. Wir sind gerne für Sie ansprechbar Als Freund*in oder Angehörige*r zeigen Sie sich solidarisch, nehmen Sie die Bedürfnisse der Betroffenen ernst und bieten Sie Unterstützung an. Mögliche Schritte & Tipps Verletzung attestieren Lassen Sie sich medizinisch versorgen und die Verletzungen ärztlich feststellen. Dies ist von Bedeutung für die juristische Verfolgung des Angriffs und das Geltendmachen von Entschädigungsansprüchen. Sachschäden dokumentieren Fotografieren Sie Schäden, die im Zusammenhang mit Angriffen entstanden sind und bewahren Sie Rechnungen von notwendigen Reparaturen auf. Gedächtnisprotokoll anfertigen Um eventuell wichtige Details bei der oftmals längeren Zeit bis zum Prozess nicht zu vergessen, ist es wichtig, möglichst direkt nach dem Angriff alles, was zum Ablauf der Tat und zu den Täter*innen in Erinnerung ist, aufzuschreiben. Strafanzeige Wenn Sie sich dazu entscheiden, den Angriff den staatlichen Verfolgungsbehörden zu melden, können Sie persönlich bei jeder Polizeidienststelle, per Anruf, Brief oder E-Mail oder den Vorfall direkt an die Staatsanwaltschaft oder dem Amtsgericht melden Bei der Strafanzeige ist es ratsam, auch gleich einen Strafantrag zu stellen. Dies ist der erklärte Wille des/der Betroffenen, dass der Angriff strafrechtlich verfolgt wird. Der Strafantrag muss innerhalb von 3 Monaten gestellt werden. Nach einer Anzeige sind Polizei und Staatsanwaltschaft gezwungen zu ermitteln. Bei hinreichender Beweislage und der Feststellung eines sogenannten öffentlichen Interesses, eröffnet die Staatsanwaltschaft das Verfahren. Nebenklage Mittels der Nebenklage können Betroffene rechter Gewalttaten im Strafverfahren gegen die Täter*innen eine aktive Rolle einnehmen. Tun sie dies nicht, werden sie lediglich als Zeug*innen gehört. Bei der Nebenklage ist es ratsam, sich anwaltlich vertreten zu lassen. Über die Nebenklage haben Sie die Möglichkeit selbst bzw. über Ihre Rechtsanwält*in im Prozess Beweisanträge und Fragen an die Angeklagten und Zeug*innen zu stellen sowie im Schlussplädoyer Ihre Perspektive auf die Tat deutlich machen im Nachgang des Prozesses unter bestimmten Voraussetzungen Berufung oder Revision gegen das Urteil einzulegen weitere prozessuale Rechte geltend zu machen. Finanzierung & Entschädigung Anwaltskosten Bei begrenzten finanziellen Mitteln gibt es die Möglichkeit, juristische Beratungs- und Prozesskostenhilfe zu beantragen. Des Weiteren existieren Fonds für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt, die Unterstützung gewähren können. Bei einer Verurteilung der Täter*innen, müssen diese die Verfahrenskosten tragen und damit auch die Ihnen entstandenen Kosten für das Verfahren. Schadensersatz/Schmerzensgeld Über eine Zivilklage haben Sie die Möglichkeit, Entschädigungen wie Schadensersatz oder Schmerzensgeld von den Täter*innen zu erstreiten. Da ein Zivilverfahren nicht immer erfolgreich ist, sollten Sie sich vor diesem Schritt hinreichend beraten lassen. Nur im Adhäsionsverfahren können Sie bereits im Strafverfahren zivilrechtliche Ansprüche geltend machen. Entschädigung Weitere Möglichkeiten außerhalb des Verfahrens sind Entschädigungszahlungen durch das Bundesamt für Justiz und über das Opferentschädigungsgesetz (OEG). Abhängig von den Umständen kann gegebenenfalls Unterstützung bei zivilgesellschaftlichen Hilfsfonds beantragt werden. InformationenPublikationen Broschüre: Rassismus keine Grundlage bieten! In dieser Broschüre werden die verschiedenen Facetten unserer Arbeit dargestellt. Neben einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit rechter Gewalt, einem Interview mit der fachlichen Leitung unseres Vereins sowie einer Schilderung unserer Arbeitsweise, stehen in dieser Broschüre vor allem die Schilderungen der von uns beratenen Betroffenen im Mittelpunkt. Abschließend schildert der Holocaust-Überlebende Ernst Grube, weshalb er sich bei B.U.D.e.V. engagiert. Inhaltsverzeichnis: Einleitung Eine notwendige Klärung von Begriffen von Wolfgang Benz Rassismus und Vorurteilskriminalität: Man muss sie wahrnehmen und Betroffene individuell unterstützen von Britta Schellenberg „Der Betroffene steht immer im Mittelpunkt!“ Steffen Huber im Gespräch Wie arbeitet B.U.D. e. V. ? Drei Fallbeispiele ■ Herr B. aus Sierra Leone ■ Norbert Kelpp – Gegen rechts engagierter Journalist ■ Mohammad Z. aus Syrien – Nie wieder Gleisbau Warum sich der Holocaust-Überlebende Ernst Grube für B.U.D. engagiert Statt eines Schlussworts: Antrag auf Fördermitgliedschaft Download Rassismus keine Grundlage bieten! B.U.D.-Broschur_WEB.pdf Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB Download Broschüre: Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Qualitätsstandards für eine professionelle Beratung. Das Netzwerk der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Deutschland hat Qualitätsstandards für die Arbeit der Beratungsstellen entwickelt. Dabei wurde es vom Deutschen Jugendinstitut wissenschaftlich begleitet. Die Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt haben sich seit über 10 Jahren in professioneller Weise der Opferperspektive verpflichtet. Ihr Fachwissen und ihre Beratungskompetenz findet in den Qualitätsstandards Ausdruck. Das Grundlagenpapier definiert die Spezifik rechter Gewalt, beschreibt die Ziele und Arbeitsprinzipien der Beratungsprojekte und beleuchtet deren Schlüsselprozesse. Es stellt dar, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um die unverzichtbare Arbeit der Beratungsstellen perspektivisch zu sichern und in allen Bundesländern flächendeckend aufbauen zu können. Die Qualitätsstandards sind für alle bereits bestehenden Beratungsstellen handlungsleitend. Projekten, die in Zukunft entstehen werden, erleichtern die Standards den Einstieg in die spezifische Arbeit mit Betroffenen rechter Gewalt. Die Qualitätsstandards basieren auf vorherigen Ausarbeitungen des ostdeutschlandweiten Zusammenschlusses der Beratungsstellen. Sie wurden von einer Arbeitsgruppe innerhalb der bundesweiten Vernetzung der Beratungsstellen erarbeitet und von Vertreter_innen der Projekte aus Ost- und Westdeutschland im Beisein der wissenschaftlichen Begleitung durch das Deutsche Jugendinstitut ausführlich diskutiert, überarbeitet und Anfang Mai 2014 von allen Unterzeichner*innen verabschiedet. Zu den Erstunterzeichnern der Beratungsstandards gehören Projekte aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen, Baden-Württemberg sowie Schleswig-Holstein. Download Qualitätsstandards Qualitätsstandards.pdf Adobe Acrobat Dokument 748.7 KB Download Broschüre: Unterstützung nach einem rassistischen Angriff. Ein Ratgeber für Geflüchtete in einfacher Sprache Viele nach Deutschland geflüchtete Menschen sind von rassistischer Gewalt betroffen. Der Ratgeber für Geflüchtete in einfacher Sprache gibt einen kurzen und leichtverständlichen Überblick, was Betroffene nach einem rassistischen Angriff tun können. Aus dem Inhalt: Was Sie unmittelbar nach der Tat tun können Was nach der Tat passiert Wie Sie mit der Tat umgehen können Angebot der Opferberatungen Kontakt zu den Opferberatungsstellen Download Ratgeber für Geflüchtete VBRG_Ratgeber_fuer_Gefluechtete_web.pdf Adobe Acrobat Dokument 235.9 KB Download Broschüre: Im Fokus von Neonazis. Eine Handreichung für Betroffene und Unterstützer_innen In vielen Fällen geraten Menschen in den Fokus der rechten Szene. Sie werden beleidigt, bedroht, gemobbt oder diffamiert, sehen sich regelrechten Hetzkampagnen oder zielgerichteten Beschädigungen ihres Eigentums ausgesetzt. Es kann auch Menschen treffen, die sich für Flüchtlinge engagieren und deshalb zum rechten Hassobjekt werden. Was tun nach derartigen Aktionen? Der Ratgeber informiert über Reaktionsmöglichkeiten und sinnvolle Vorkehrungen. Download Im Fokus von Neonazis VBRG_-_Im_Fokus_von_Neonazis_-_2017_-_We Adobe Acrobat Dokument 831.4 KB Download Studie: Die haben uns nicht ernst genommen. Erfahrungen von Betroffenen rechter Gewalt mit der Polizei. Die haben uns nicht ernst genommen. Eine Studie zu Erfahrungen von Betroffenen rechter Gewalt mit der Polizei von Matthias Quent, Daniel Geschke und Eric Peinelt. Herausgegeben von ezra, in zweiter Auflage vom VBRG e.V. Die Broschüre beschäftigt sich aus der Opferperspektive mit Erfahrungen und Wahrnehmungen von Menschen in Thüringen, die von rechter Gewalt betroffen und in den Jahren 2010–2013 bei der Opferberatungsstelle ezra in Beratung waren. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Umgang der Polizei mit den Gewaltopfern. Ausgangspunkt ist eine theoretische Einführung in das Konzept »Viktimisierung«, seine verschiedenen Facetten, seine potenziellen Effekte und von Möglichkeiten der Unterstützung für Betroffene. Download Die haben uns nicht ernst genommen EZRA-VBRG-Studie-Die_haben_uns_nicht_ern Adobe Acrobat Dokument 610.2 KB Download

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